Gerne würde ich euch ein wenig über die letzten Wochen vom Turnverein Dinhard erzählen. Die waren nämlich alles andere als ruhig.
Als Vorbereitungswettkampf für die Vereinswettkämpfe haben wir am 9. Mai am Chläggi Cup in Schaffhausen gestartet.
Besonders spannend war dieses Jahr, dass wir uns gleich mit drei neuen Sektionen an den Start getrauten: Gymnastik, Stufenbarren und Barren. Unsere Frauen zeigten im ersten Jahr am Stufenbarren und in der Gymnastik bereits eine richtig solide Leistung. Mit Noten von über 9.0 haben sie bewiesen, dass sich die vielen Trainings, Schweissperlen und der ein oder andere Muskelkater gelohnt haben. Bei den Männern am Barren war der Start zwar etwas holpriger aber wie wir alle wissen; grosse Dinge brauchen bekanntlich Zeit – das ist ganz klar. Die Grundlage war nun gelegt, die Motivation war gross noch mehr zu trainieren und sich auf die RMS zu fokussieren.
Am Freitag, 5. Juni war es dann endlich so weit, die Regionalmeisterschaft in Wildberg stand vor der Tür. Nach einem erfolgreichen Trainingsabend am Freitagabend war klar, jetzt geht es in die entscheidende Phase.
Am Sonntag wurde es dann ernst. Gemeinsam mit der Frauen- und Männerriege standen rund 60 Turnerinnen und Turner des TVD’s im Einsatz. Bei sonnigem und angenehm warmem Wetter herrschten ideale Bedingungen. Mit einer grossartigen Stimmung auf dem Wettkampfgelände wurde geturnt, angefeuert, mitgefiebert und sich gegenseitig zu Höchstleistungen gepusht.
Alle Leistungen lassen sich absolut zeigen – besonders hervorheben möchte ich jedoch folgenden Resultate:
Barren 8.98 (6. Rang von 20 Vereinen)
Stufenbarren 8.92 (6. Rang von 32 Vereinen)
Gymnastik 9.3 (7. Rang von 26 Vereinen)
Pendelstafette 9.14 (5. Rang von 54 Vereinen)
Ich kann euch ehrlich sagen: Solche Resultate kommen nicht von einfach so. Dahinter stecken zahlreiche Trainingsstunden, viel Motivation, starken Teamgeist und dem ausserordentlichen Engagement jeder einzelnen Leiterin und jedes einzelnen Leiters. Genau diesen Einsatz hat man an diesem Tag gespürt.
Nach einer gemeinsamen Abschlussrunde und einer motivierenden Rede unserer Oberturnerin folgte das langersehnte erste Bier. Und endlich ging es in den gemütlichen Teil über: zusammensitzen, lachen und auf den gelungenen Tag anstossen.
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Eine Woche später ging es direkt weiter mit den Einzelwettkämpfen am Appenzeller Kantonal Turnfest in Herisau. Rund 20 Turnerinnen und Turner waren am Start. Ob Turnwettkampf oder bei den 6-, 7- und 9-Kämpfen in der Leichtathletik, wir waren an einigen Disziplinen im Einsatz.
Für mich sind die Einzelwettkämpfe jedes Jahr aufs Neue ein absolutes Highlight. Ich finde es einfach mega, wie trotz der Einzelwertungen sich alle gegenseitig unterstützen, mitfiebern und sich über die Erfolge des anderen freuen. Genau dieser Teamgeist machte den Wettkampftag für mich zu einem ganz besonderen Erlebnis.
Auch hier können sich die Leistungen definitiv sehen lassen – wobei in erster Linie das Mitmachen zählt und nicht nur das Resultat.
Folgende Personen konnten sich eine Auszeichnung schnappen, herzliche Gratulation!
Eileen Bauer 28. Platz im Turnwettkampf
Larissa Erni 4. Platz im 7-Kampf – der Königsdisziplin der Frauen
Cyrill Maron 11. Platz im 9-Kampf – „fast“ Königsdisziplin, dieses Jahr ohne Stabhochsprung
Dieses Jahr war für viele Vereine allerdings ein spezielles Turnerjahr, da es deutlich weniger Turnfeste als üblich gab, und die Startplätze dadurch extrem schnell vergeben waren. Im Vergleich; als wir das RTF 2018 organisiert haben, gab es schweizweit über 20 Turnfester, dieses Jahr waren es rund 6.
Der Grund ist klar: Es gibt weniger Organisatoren, gleichzeitig aber gleich viele oder sogar mehr Vereine, die teilnehmen möchten. Der Grundgedanke, dass man als Verein nicht nur profitieren kann und auch mal selber etwas organisieren muss, soll zwingend erhalten bleiben. Darum finde ich es sehr wichtig, Verantwortung früh weiterzugeben und insbesondere jüngere Mitglieder aktiv miteinzubeziehen und mitwirken lassen. Die klare Message dabei ist; dass ein Verein nicht nur vom Mitmachen lebt, sondern auch vom Mitorganisieren, Mithelfen und Engagement jedes Einzelnen.
Auch wir waren leider davon betroffen und konnten deshalb nur an einem Vereinswettkampf starten. Als kleiner Ersatz ging es für uns am Samstag, 20. Juni, auf ein Ersatzreisli.
Nach einem ersten Glas Wein und einem Gipfeli ging es mit dem Velo los. Ziel: Frauenfeld, Escape Room. Dort zeigte sich schnell: Der TVD hat nicht nur Muskeln, sondern auch Köpfchen, die einen bisschen mehr als die anderen 😉 Danach ging es weiter an den Hüttwilersee, wo wir den Mittag im Schatten geniessen und uns mit einem kurzen Schwumm im Wasser von der extremen Hitze erholen konnten. Kurz vor drei Uhr ging es zurück auf den Sattel und wir radelten Richtung Stammheim. Beim Stammheimer Hopfentropfen angekommen, wurden wir mit Aperogebäck und einem kalten Bier begrüsst. Kurz darauf startete bereits die Bierolympiade, bei der wir uns an verschiedenen Posten wie Gummistiefelwerfen, Bierkistenpuzzle oder Bierhumpenstämmen gegenseitig messen konnten. Es war ein Riesenspass und für jedermann etwas dabei. Nach einem feinen Abendessen und gemütliches Zusammensitzen im Garten, ging es mit dem Velo zurück nach Dinhard. Einige haben den Tag noch beim Nachtschwimmen in der Badi Rickenbach ausklingen lassen. Und dann ging es mit ordentlich Füdli-Muskelkater und besten Erinnerungen ab ins Bett.
Mein Fazit als Präsidentin:
Starke Leistungen, noch stärkerer Zusammenhalt – und genau die richtige Mischung aus Sport und gemütlichem Vereinsleben.
Flavia Hasler







